Querdenken?

Ja, ich weiß, viele halten mich für einen Querkopf. Deshalb darauf zu schließen ich wäre auch Querdenker ist aber total falsch, denn mir bedeutet das Denken viel zu viel und ich bin immer dabei wenn Selbstdenken gefragt ist. Ich glaube, das kann man von einem künstlerischen Menschen auch erwarten. Das würde ich auch jedem empfehlen der bei der Querdenker-Bewegung mit eifert und mit tut. — Warum also nicht Querdenken?
Stellen wir uns doch bitte mal vor, das Denken wäre eine Gerade. Diese Gerade hat einen Beginn und ein Ende, die man auch als Ausgangspunkt oder Fragestellung und als Zielvorgabe definieren könnte.
Die Fragestellung gibt automatisch auch die Richtung zur Zielvorgabe vor. Stellen wir uns dieses Denken somit zunächst als eine gerade, horizontale Linie vor, die von Links nach Rechts führt. Wenn ich diese Gedanken durch eine Richtungsänderung queren will verschiebt man sowohl den Ausgangspunkt wie auch die Zielvorgabe und schon der Ansatz sämtlicher Überlegungen hat nichts mehr mit dem Initial des Denkens zu tun. Man fängt an Äpfel mit Birnen zu vergleichen!

Glaubt mir, das funktioniert nicht. Dabei kommt nichts Konstruktives heraus. Es entstehen nur Unmutsäußerungen, die eigentlich noch nicht einmal die Bezeichnung „Meinung“ verdienen. Es geht somit um rein emotionales Meckern.

Wenn man wirklich vor hat etwas zu optimieren und für fast Alle das Optimum zu erzielen, ist man gezwungen das schwarz / weiß Denken zu verlassen und auf der horizontalen Gerade Zäsurpunkte festzulegen. An diesen unterschiedlichen Punkten kann man dann Längen- und Winkelbegrenzte Richtungsänderungen vornehmen und so neue Lösungswege finden. So funktioniert z.B. wissenschaftliches Denken, das man auch als nichtlineares Denken bezeichnen kann.

Was mich aber am nachdenklichsten stimmt ist die Tatsache, dass bei der Querdenkerbewegung eigentlich das Denken eher der Argumentationsvorgabe dient. Hier soll unter dem Schutzschild des zivilen Protestes eine Gedankendiktatur errichtet werden. Da kann einem Angst und Bange werden!

Lasst uns also gerne selbst oder nichtlinear denken, denn genau das und nicht das Nachplappern vor verqueren Argumenten, ist eine wirkliche Grundlage der Demokratie und zeugt von echtem Gemeinschaftssinn.

Just my 2 cent.

Statementarisches

„Roter Künstlerpunkt rändisch signiert!“ ein Bild das unter anderem ab dem 20. Januar 2012 in der Ausstellung „Artificals and Statements!“ in der Treppenhausgalerie in Erlangen zu sehen seien wird. Das Bild ist Zwischenstatement einer nicht enden wollenden Diskussion über den Kunstmarkt und den Wert beziehungsweise die Wichtigkeit von bildender Kunst innerhalb der Gesellschaft.

„Roter Künstlerpunkt rändisch signiert!“, 70 x 100 cm, Acryl auf Leinwand, 2011

Preis auf Anfrage

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