figürliches Informell?

Das ist doch ganz eindeutig, da ist eine tanzende Figur und ein Hase zu sehen. Das sind Zitate der Realität, also ist das Bild ein figürliches Bild, mehr gezeichnet als gemalt, sicherlich mit expressiven gestischen Farbflächen untermauert, die malerischen Duktus aufweisen. Kompositorisch läuft alles auf ein Zentrum zu, geprägt vom Rumpf des weiblichen Körpers. Dennoch laufen die gestischen Bewegungen und die Bewegung des Körpers im Gleichklang. Störend, ruhig sitzt der verstörte Hase in der unteren, linken Ecke vor einer nicht vorhandenen Wand auf die sein Schatten fällt. Hierdurch wird klar, dass der Lichteinfall nicht real sein kann.
Trennt man sich von der Aussage des Figürlichen so entsteht gedanklich eine formlose, gestische Komposition. Wozu also die Figuren. Was hat der Hase mit einem sich ferienartig gebärdenden Menschen zu tun? Geht es um Inhalte oder um rein formale Komposition? Hilft hierbei der Titel, „Derwisch?“ Welche Zitate werden aufgenommen?

Vom Künstler kommt kein weiterer Hinweis.

Derwischtanz

„Derwisch?“, 100 x 70 cm, Acryl auf Leinwand, 2016

Preis auf Anfrage

…mit Kunst ernähren…

Wie im Gestus des Göttlichen bewegt er seine Hände und sagt: „Der Mensch wird besser rationalistisch denken können, wenn er sich mit Kunst ernährt hat.“
Begreifen wir über 30 Jahre nach seinem Tod und anläßlich seines 95 Geburtstages doch, das der Wert von Bildern , Musikstücken, Texten … nicht im börsenähnlichen Handeln mit den Dokumente menschlichen Schaffens liegt, sondern in den Initialen die davon ausgehen und den Einzelnen in seiner persönlichen Entwicklung unterstützen und fördern. Dazu müssen wir aber die Komfortzone der Servicegesellschaft verlassen.

Die Hände des Künstlers

„Die Hände des Künstlers“, 100 x 80 cm, Acryl auf Leinwand, 2009

Preis auf Anfrage

Kunst nicht geklärt!

Mich verfolgt das ganze Leben lang eine unbändige Liebe zu etwas, das nicht wirklich klar zu seien scheint. Es ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Dennoch begegne ich immer wieder verschwommenen Beschreibungen, was denn Kunst sei. Auch Joseph Beuys hat sich immer wieder dieser Liebe zur Kunst hingegeben und auf die Wichtigkeit für unser Leben hingewiesen, mehr noch er hat den Begriff erweitert und zum wesentlichsten Bestandteil unseres Lebens erklärt. — Dennoch, trotzt Beuys, wurde Kunst nicht geklärt.

Despite Beuys, art hasn´t been clarified.

„Despite Beuys, art hasn´t been clarified.“, Aerosol und Acryl auf Leinwand, 40×60 cm, 2014

In Privatbesitz

Mutiges Versprechen!

... ich erkläre euch mal den Beuys ...

vom 04. Juni bis zum 3. Juli 2014 zeigt die Galerie pack of patches in Jena die Einzelausstellung

„ … ich erkläre Euch mal den Beuys …“

mit Arbeiten von Cornelius Rinne.

Die Eröffnung findet am 04.06.2014 um 20:00 Uhr statt. Nach einer Begrüßung durch die Galeristin Grit Höhn wird der Bochumer Künstler Michael Weber eine Einführung über die Arbeiten geben.

Sie sind herzlich zur Eröffnung eingeladen.

Über den Künstler schreibt die Galerie als kurzen Verweis: „ Cornelius Rinne arbeitet als Künstler, Illustrator und Kunsttheoretiker. Seine bevorzugte Arbeitsweisen sind die Zeichnung und das gemalte Bild, aber auch Fotografie und Performance setzt er zur Visualisierung seiner Ideen ein. Rinne versteht sein Arbeiten nur als Dokumente eines sinnerfüllten, künstlerischen Prozesses, daher setzt er sich oft in Arbeitszyklen mit Themen auseinander. In dieser Ausstellung stehen das Leben und Wirken von Joseph Beuys im Mittelpunkt seiner Gedanken.“

Galerie pack of patches • Lutherstr. 160, 07743 Jena

Öffnungszeiten Mi & Do: 10 – 20 Uhr • sowie nach Vereinbarung

Schneehase

Nicht konturlos, dennoch angepasst, fliegt er heran. Sinnbild auch für eine unwirtliche Zeit, aber ebenso das Versprechen für einen Neuanfang. Die Zeit wird schnell vergehen und die Farben werden wiederkommen, er steht ihnen nicht im Weg sondern verdeckt sie nur temporär.

Schneehase

„Schneehase“, Acryl und Öl auf Leinwand, 70 x 50 cm, 2013

Preis auf Anfrage

Video zur Ausstellung

Anläßlich der Bielefelder „Nachtansichten“ 2013 wurde vom Filmhaus ein Video für die beteiligte Ausstellung „Der 7. Tag“ produziert. Ich denke es lohnt sich dieses anzuschauen.

Wie erschließt man sich Kunst?

Der beste Weg sich Kunst zu erschließen ist es, danach zu schauen was mit einem passiert wenn man sich Artefakten aussetzt. Es ist nicht die Frage ob man begreift was einem der Künstler sagen will, sondern es ist die Frage was in einem ausgelöst wird und wie man für sich damit klar kommt, wenn Kunstobjekte auf einen einwirken!