Mutiges Versprechen!

... ich erkläre euch mal den Beuys ...

vom 04. Juni bis zum 3. Juli 2014 zeigt die Galerie pack of patches in Jena die Einzelausstellung

„ … ich erkläre Euch mal den Beuys …“

mit Arbeiten von Cornelius Rinne.

Die Eröffnung findet am 04.06.2014 um 20:00 Uhr statt. Nach einer Begrüßung durch die Galeristin Grit Höhn wird der Bochumer Künstler Michael Weber eine Einführung über die Arbeiten geben.

Sie sind herzlich zur Eröffnung eingeladen.

Über den Künstler schreibt die Galerie als kurzen Verweis: „ Cornelius Rinne arbeitet als Künstler, Illustrator und Kunsttheoretiker. Seine bevorzugte Arbeitsweisen sind die Zeichnung und das gemalte Bild, aber auch Fotografie und Performance setzt er zur Visualisierung seiner Ideen ein. Rinne versteht sein Arbeiten nur als Dokumente eines sinnerfüllten, künstlerischen Prozesses, daher setzt er sich oft in Arbeitszyklen mit Themen auseinander. In dieser Ausstellung stehen das Leben und Wirken von Joseph Beuys im Mittelpunkt seiner Gedanken.“

Galerie pack of patches • Lutherstr. 160, 07743 Jena

Öffnungszeiten Mi & Do: 10 – 20 Uhr • sowie nach Vereinbarung

Wie erschließt man sich Kunst?

Der beste Weg sich Kunst zu erschließen ist es, danach zu schauen was mit einem passiert wenn man sich Artefakten aussetzt. Es ist nicht die Frage ob man begreift was einem der Künstler sagen will, sondern es ist die Frage was in einem ausgelöst wird und wie man für sich damit klar kommt, wenn Kunstobjekte auf einen einwirken!

Nacht meiner Ansichten …

… oder auch wie viele Menschen mit meiner Ansicht zu dem berühmten Beuys-Zitat gespielt haben. Ich hatte auch mal wieder den Durchblick und in Beobachtung hatten den auch viele andere. Sicher eines der meistfotografierten Dinge bei den Nachtansichten 2012 in Bielefeld. Dank an die 5177 Besucher allein in der Alexandra Grass Gallery und vor allem Dank auch an die fantastische Galeristin!

„… jeder ist Beuys!“,Objektausschnitt, Objektgröße ca.: 220 x 80 x 60cm, Acryl auf Faserplatte und Holz

Preis auf Anfrage

Wenn Hasen fliegen!

Hasen in besonderer Situation sind fast schon normal. Schlittschuhlaufende tote Hasen, von Igeln im Wettlauf geschlagene Hasen, eierlegende oder  Eier versteckende Hasen etc.. Hasen als Aufbruchs Symbol, als den Lauf des Jahres beschleunigende Fabeltiere — aber was ist, wenn Hasen fliegen?

„Wenn Hasen fliegen!“, 70 x 50 cm, Acryl auf Leinwand, 2011

Preis auf Anfrage.

… jeder ist Beuys…

Das iPhone ist ein faszinierendes Gerät. Mit einer kleinen App kann man auf ihm Zeichnen und den Zeichenprozess als Video festhalten. In Vorbereitung der Ausstellung „Backstreet Beuys“ in der Galerie 30works in Köln habe ich dieses Hilfsmittel genutzt um die Skizze für eine Objektbemalung zu erstellen. Das entstandene Bild wurde als Vorlage benutzt und im Video kann mann den Prozess zum Objekt nachvollziehen. Der Spruch auf dem Objekt soll den tatsächlichen Plot des bekannten Beuyszitats veranschaulichen und die allgemeine Fehlinterpretation konterkarieren.

Zum Beginn eines Workshops…

… ist es immer wichtig die Menschen wach zu rütteln. Am 25. 5. 2011 habe ich im mARTa in Herford eine Performance von Joseph Beuys zitiert und verkürzt nachgespielt. So wurden die Teilnehmer erst einmal aus ihrer normalen Welt herausgerissen und in eine andere Wirklichkeit entführt.

Freudenstrahlen statt Atomstrahlen

Er hätte sich ja so gefreut! Grün stellt den Ministerpräsidenten. Die Hoffnung auf ein gutes Stück sozialer Plastik. Neue Möglichkeiten der Gestaltung. — Sonne statt Reagan!

„Beuys always work it out!“; 30 x 30 cm; Bleistift, Polychromo, Marker, Pasting und Acryl auf Leinwand; 02.2011

Preis auf Anfrage

Heilecke?

Drei Flächen stoßen aufeinander. Sie werden Gebrochen, sie werden geheilt. Sie spiegeln sich wieder und nehmen den Schall. Es ist ein Kreuz mit dem Verstehen, versuchen wir es mit Fühlen.

„Filzecke“, Holzträger mit Filz bezogen. Kantenlänge ca. 35cm. Auflage 2 Stück AP 1 und 2.

Beide Exemplare in Privatbesitz

Kunstwerte

Kunst ist Kapital. Meint er da jetzt, in weiser Voraussicht, Leute wie Damian Hirst und Jeff Koons, die Broker der Kunstszene? Die haben doch noch in die Windeln gesch… als er den Vergleich tätigte. Vielleicht wollte er uns aber auch nur mit einer Halbwahrheit bedienen. Was sind eigentlich Halbwahrheiten? Dahergeplappertes oder Denkanstöße? Bei Beuys muss man sicher von letzterem ausgehen. Menschen in eigenverantwortliches Denken entlassen. Nicht nachdenken — selbstdenken! Eigene Wahrheiten finden und vertreten. Kapital als zeitgeistiges Synonym für Werte. Werte die nur nachhaltig sind wenn sie verformbar und einsetzbar bleiben — Ach denkt doch selbst!

„Der Halbhutbeuys“, 100 x 80 cm, Acryl auf Leinwand, 14.01.2010

Preis auf Anfrage

Beuys keep swinging!

„Der hatte ganz viel Humor!“ — Klar hat auch nie jemand bezweifelt. Er hat auch gerne gelacht. Sein Humor war aber ein spezieller, ein tiefgründiger. Das war keine oberflächlicher Humor, keine Comedie, da ging es immer darum Dinge zu bewerten und in positive Bahnen zu lenken. Humor mit Geist und Herz. — Please — Beuys keep swinging!

Stencil und Acryl auf Leinwand, 100 x 80 cm, 7.1.2010

Preis auf Anfrage

 

Insieme!

Insieme ist eine houseart in Bielefeld, die gemeinsam von Michael Weber und Cornelius Rinne in dessen Haus veranstaltet wird.

Am Sa., dem 30. Oktober von 11:00 bis 18:00 Uhr und am So., dem 31. Oktober 2010 von 11:00 bis 16:00 Uhr findet die erste „houseart“ bei uns statt.

Wir würden uns freuen wenn Sie die Gelegenheit wahrnehmen und uns An der Reegt 52 in 33611 Bielefeld-Schildesche an einem der beiden Tage besuchen. Bringen Sie gerne auch Freunde und Verwandte mit.

Was es zu sehen gibt? Neue Arbeiten auf Papier von Michael Weber aus Witten und neue und alte Arbeiten von Cornelius Rinne.

Kommen Sie also zum schauen, staunen, reden und treffen vorbei, es lohnt in jedem Fall.

Michael Weber & Cornelius Rinne

arte e capitale

Es war im Sommer 2010, plötzlich hielt ich eine italienische Euromünze in der Hand. Auf der Seite wo sich bei uns der Adler rekelt befindet sich in Italien der vitruvianische Mensch von Leonardo da Vinci. Sofort begann bei mir eine Assoziationskette Leonardo > Kunst > auf Münze > Kapital ist Kunst > Kunst ist Kapital > Joseph Beuys. Verflucht, was für banale Gedankengänge. Dennoch, ich steckte den Euro beiseite und wurde ihn auch gedanklich nicht los. Immer wieder war da die Überlegung wie diese Durchdringungen und Überlagerungen darzustellen seien. Welche Gedanken noch alle an der Thematik anhängig sind. Was mir dieses kleine Initial in meiner Hand zu sagen hat. Jetzt ist ein erstes Bild entstanden. Nicht auf klassischem Material aber dennoch an klassische Tafelbildmalerei angelehnt. Es gibt einen Keilrahmen, es gibt, zumindest partiell, Leinwand und es gibt Acrylfarbe. Dennoch ist dieses Bild anders.

„arte e capitale“, 100 x 100 cm, Acylfarbe und aerosol auf Leinwand und Luftpolsterfolie.

Preis auf Anfrage

Bitte Platz nehmen: Vorbilder besitzen!

Vorbilder hat hoffentlich jeder. Nicht das wir ihnen 100% folgen müssen, aber wir entdecken Taten, Äusserungen, Verhalten an Personen, denen wir nacheifern wollen. Personen die so unsere eigene Vorstellung von dem was und wie wir sein wollen spiegeln. Idealer weise versuchen wir uns mit ihnen zu verbinden. Wenn wir Glück haben treffen wir sie sogar.

Wenn wir Vorbilder besitzen wollen, müssen wir das tun. Nehmen Sie also Platz und besitzen Sie Mahatma Gandhi, Albert Einstein, Che Guevarra. Auf der Sitzfläche Richard Oelze (Künstler) und Joseph Beuys (Künstler).

Und auf der Rückenlehne aussen John Ruskin (Sozialtheorethiker, Philosoph und Professor) und Friedrich Theodor Vischer (Theologe, Philosoph, Professor und Abgeordneter der Deutschen Nationalversammlung).

„Vorbilder besitzen“, ca. 80 x 60 x 60 cm, Mischtechnik auf Holzstuhl

Preis auf Anfrage verkauft

Golden Beuys

Ein Mann so wichtig für die Kunst und auch für das Begreifen von Zusammenhängen wie das Gold  dieser Erde. Ein Mann im Dialog mit sich selbst, Antwort und Frage, Erfassen, Begreifen, Wissen. Ein Mann der verdeutlichte wie Energie fließt. Ein Künstler, Schamane, Philosoph, Gelehrter, Wegweiser und immer wieder Lehrer. Das ist das Zeitalter der „golden Beuys“.

Acryl auf Leinwand 40 x 60 cm

in Privatbesitz

Am Anfang steht der Beuys!

Eigentlich zwar nicht wirklich, aber dennoch sehr beeinflussend. Am Anfang war der Wunsch sich im Internatsspind den Kopf von Che Guevara aufzuhängen. Also wurde Farbe, Pinsel und Papier organisiert und schon ging es los. Mir hat er damals gefallen und da das Malen auch Spaß bereitete ging es mit Paul Mc Cartny und George Harrison weiter. Damals war ich zwischen 12 und 14, dann war Schluß mit Internat.

Demokratie

Wieder im elterlichen Heim ging es dafür dann aber mit privatem Zeichen- und Malunterricht bei Friedel Möller-Bornemann los. Intensive Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Stil- und Formmöglichkeiten der gesamten handwerklichen Palette des Malens und Zeichnens. Später als der Wunsch nach Studium aufkam wurde ein Kompromiss geschmiedet. Grafik-Design — eigentlich ein fauler Kompromiss wäre da nicht der Horst Jansen Freund und Komilitone Hans Jatzlau als Zeichenprofessor gewesen. Beide hatten in Hamburg bei Alfred Mahlau studiert. Jatzlau war ein absoluter Glücksgriff. Außerdem gab es noch Heiner (Heinrich) Riebesehl, neben dem Ehepaar Becher, der Begründer der subjektiven Fotografie. Das Glück meinte es weiter gut mit mir, ich durfte den deutschen Surrealisten Richard Oelze kennen lernen und ihn in seinem Atelier und seiner Wohnung besuchen. Intensiver Austausch und die Bitte von Oelze an seine Familie mich zu seiner Beerdigung, in Vertretung aller Künstler, zu bitten, folgte. Oelze war es auch der mich auf Zeichnungen von Joseph Beuys aufmerksam machte. Die private Umsiedlung nach Krefeld machte es dann auch möglich das Atelier von Joseph Beuys in der Düsseldorfer Akademie aufzusuchen. Dort baute der Beuys Assistent Johannes Stüttgen gerade eine freie Studiengruppe Kunst auf, an der ich teilnehmen durfte und na klar man traf dort auch zahlreiche Beuys-Schüler, ich erinnere mich noch an Katharina Sieverding, Rainer Rappmann und sicher auch Peter Schata. Auch der große Meister war schon mal da. So steht Beuys dann doch ein wenig am Anfang.

Bild: „Demokratie“, 2009, 100 x 80 cm, Acryl auf Leinwand

Preis auf Anfrage