Am Anfang steht der Beuys!

Eigentlich zwar nicht wirklich, aber dennoch sehr beeinflussend. Am Anfang war der Wunsch sich im Internatsspind den Kopf von Che Guevara aufzuhängen. Also wurde Farbe, Pinsel und Papier organisiert und schon ging es los. Mir hat er damals gefallen und da das Malen auch Spaß bereitete ging es mit Paul Mc Cartny und George Harrison weiter. Damals war ich zwischen 12 und 14, dann war Schluß mit Internat.

Demokratie

Wieder im elterlichen Heim ging es dafür dann aber mit privatem Zeichen- und Malunterricht bei Friedel Möller-Bornemann los. Intensive Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Stil- und Formmöglichkeiten der gesamten handwerklichen Palette des Malens und Zeichnens. Später als der Wunsch nach Studium aufkam wurde ein Kompromiss geschmiedet. Grafik-Design — eigentlich ein fauler Kompromiss wäre da nicht der Horst Jansen Freund und Komilitone Hans Jatzlau als Zeichenprofessor gewesen. Beide hatten in Hamburg bei Alfred Mahlau studiert. Jatzlau war ein absoluter Glücksgriff. Außerdem gab es noch Heiner (Heinrich) Riebesehl, neben dem Ehepaar Becher, der Begründer der subjektiven Fotografie. Das Glück meinte es weiter gut mit mir, ich durfte den deutschen Surrealisten Richard Oelze kennen lernen und ihn in seinem Atelier und seiner Wohnung besuchen. Intensiver Austausch und die Bitte von Oelze an seine Familie mich zu seiner Beerdigung, in Vertretung aller Künstler, zu bitten, folgte. Oelze war es auch der mich auf Zeichnungen von Joseph Beuys aufmerksam machte. Die private Umsiedlung nach Krefeld machte es dann auch möglich das Atelier von Joseph Beuys in der Düsseldorfer Akademie aufzusuchen. Dort baute der Beuys Assistent Johannes Stüttgen gerade eine freie Studiengruppe Kunst auf, an der ich teilnehmen durfte und na klar man traf dort auch zahlreiche Beuys-Schüler, ich erinnere mich noch an Katharina Sieverding, Rainer Rappmann und sicher auch Peter Schata. Auch der große Meister war schon mal da. So steht Beuys dann doch ein wenig am Anfang.

Bild: „Demokratie“, 2009, 100 x 80 cm, Acryl auf Leinwand

Preis auf Anfrage

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Autor: illuman

Art are the processes that a person is documenting in a self-invented language! Come on and see my documents.

8 Kommentare zu „Am Anfang steht der Beuys!“

    1. Die Beuys Zeichnungen sind wirklich ein wunderbarer Einstieg in seine Kunst. Da gibt es in Moyland eine wunderbare Sammlung. ichtig ist für mich aber auch immer die Auseinandersetzung mit seiner Gedankenwelt im Bezug auf gesellschaftliche Vorgänge gewesen. Das was man unter dem Oberbegriff soziale Plastik zusammenfassen kann.

  1. Ja, da finde ich zum Beispiel „Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt.“ besonders beeindruckend. Ich habe mir diese Performance von Beuys mehrere male auf youtube angeschaut und bin jedesmal wieder beeindruckt.
    Es ist schade, dass ohne die Person Beuys viele seiner Kunstwerke viel weniger begreiflich und eindrucksvoll sind.

      1. Hallo Rainer,

        ja das ist ein sehr guter Link! Besonders zu empfehlen sind Bücher von Dir oder an denen Du mitwirktest. „Gespräche mit Bäumen“ und „Die Soziale Plastik“ mag ich sehr.

        Liebe Grüße ins Allgäu

        Cornelius

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